Erdgasspeicherung

Speicheranlagen für Erdgas dienen dem Ausgleich von Differenzen zwischen verfügbaren und erforderlichen Gasmengen wie:

  • zum Ausgleich saisonaler Schwankungen (Sommer-/Winterperiode),
  • zur kurzfristigen Bereitstellung von Erdgas für diverse Verbraucher,
  • zum Ausgleich von Netzschwankungen bzw. Herstellen eines konstanten Leitungsdruckes,
  • zur Sicherstellung der Gasversorgung im Fall von Betriebsstörungen bei Produktionsstätten oder Transportsystemen.

Die CAC bietet die Planung und Errichtung von Gasspeicheranlagen im Bereich der obertägigen Einrichtungen an. Dies bezieht sich auf alle Teilanlagen im Hauptgasstrom sowie die dazugehörigen Hilfs- und Nebenanlagen.

Prozess

Das Grundprinzip des Erdgasuntergrundspeichers besteht darin, in Zeiten geringen Bedarfs eine vorgegebene Gasrate dem Pipelinesystem zu entnehmen, diese im Gasspeicher einzulagern und zu Zeiten erhöhten Bedarfs wieder in das System zurück zu liefern.

Sowohl das einzulagernde wie auch das zurückgelieferte Erdgas erfüllt dabei jederzeit alle Anforderungen entsprechend gültiger Normen (z.B. EASEE Gas oder DVGW-Norm G 260) für verkaufsfähiges Erdgas.

In Abhängigkeit der umzuschlagenden Gasrate und der Druckverhältnisse zwischen Pipeline und Gasspeicher können sich folgende Hauptfahrweisen ergeben:

  • Einlagerung ohne Gasverdichtung
  • Einlagerung mit Gasverdichtung
  • Auslagerung ohne Gasverdichtung
  • Auslagerung mit Gasverdichtung

Neben diesen Hauptfahrweisen können diverse Sonder- und Testfahrweisen realisiert werden. Der Umfang orientiert sich an den spezifischen Anforderungen der Gasspeicheranlage.

Hauptbestandteile der obertägigen Einrichtungen der Gasspeicheranlage bilden die Sondenplätze (Cluster), auf denen die Speichersonden und die zugehörigen Ausrüstungen installiert sind, außerdem der Betriebsplatz für die Installation von Verdichter- und Gasbehandlungsanlagen sowie erforderliche Hilfs- und Nebenanlagen.

Vorteile

  • Bereitstellung des am besten geeigneten Anlagenkonzeptes für eine:
    • große Flexibilität,
    • optimale Anpassung der Anlage an sich ändernde Gasdurchsätze,
    • hohe Wirtschaftlichkeit und
    • maximale Verfügbarkeit  und Zuverlässigkeit der Anlage.
  • Mehrsträngige Anlagenteile und Modulbauweise gestatten:
    • eine gute Anpassung an veränderte Gasdurchsätze,
    • die Redundanz bei Ausfall einzelner Komponenten und
    • den stufenweisen Ausbau der Gasspeicheranlage.
  • Neben technologischen Aspekten orientiert sich das Anlagenkonzept streng an umweltrelevante Forderungen. Große Aufmerksamkeit wird dabei dem Schallschutz, minimaler gasförmiger Emissionen und wirtschaftlichem Betrieb gewidmet.
  • Das Anlagenkonzept ist für einen Betrieb ohne Personal vor Ort, bei gleichzeitiger Fernsteuerung von einer zentralen Warte ausgelegt.
  • Sicherheitssysteme sind redundant ausgeführt und gewährleisten das automatische Stillsetzen der Anlage bei abnormen Betriebszuständen.

Hier finden Sie unsere aktuellen Referenzanlagen.